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  <title>Gitarre - Flageolette</title>
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<div id="Anfang" class="artikelMenu">
 <a href="#naturalHarmonics" title="Abschnitt: &#010;natürliches Flageolette">natürliches Flageolette</a> |
 <a href="#artificialHarmonics" title="Abschnitt: &#010;künstliches Flageolette">künstliches Flageolette</a> |
</div>
<h2>Flageolette</h2>

<h3 id="naturalHarmonics">natürliche Flageolettes (natural harmonics)</h3>
<p class="standard">
Auf den <b>leeren Saiten</b> gespielte Obertöne heißen <b>natürliche Flageolettes</b>.
</p>

<p class="standard">
Ursprünglich ist 
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flageolett">Flageolett</a>
der Name eines alten Holzblasinstrumentes.
Der Klang der Flageolettes mag vielleicht an dieses alte Instrument erinnern.
</p>

<h3>Erklärung</h3>
<p class="standard">
Der Gesamtklang einer Saite setzt sich aus vielen <b>Teiltönen</b> (<b>Partialtönen</b>) zusammen.
</p>

<p class="standard">
Wenn du eine Saite anschlägst, kannst du beobachten,
wie sie sich bewegt, wie sie schwingt. 
In der Mitte bekommt sie einen kleinen <b>Schwingungsbauch</b>
und an den Endpunkten, den so genannten <b>Schwingungsknotenpunkten</b> (also am 
<a href="Aufbau.xml" title="gehe zu: &#010;Gitarre » Aufbau">Sattel</a> und am 
<a href="Aufbau.xml" title="gehe zu: &#010;Gitarre » Aufbau">Steg</a>), bewegt sie sich gar nicht.
Der entstehende <b>erste Teilton</b> (Partialton) heißt <b>Grundton</b> 
und ist der, den du bewusst hörst.
</p>
<div class="img-container">
  <img title="Schwingung der A-Saite (Grundton)" src="../data/pix/pages/A-Saite-Grundton.gif" alt="A-Saite-Grundton.gif" />
  <p>der Grundton (= 1. Teilton) schwingt auf der Gesamtlänge der Saite<br/>
    (Schwingungsbauch in der Mitte, Schwingungsknotenpunkte an den Enden)
  </p>
</div>

<p class="standard">
Gleichzeitig vollführt die Saite Schwingungen in kürzeren Abschnitten
(in ihren <b>Hälften</b>, <b>Dritteln</b>, <b>Vierteln</b>, <b>Fünfteln</b> usw.).
Die entstehenden Teiltöne heißen <b>Obertöne</b>:
je kürzer der Abschnitt umso höher der Oberton.
</p>
<div class="img-container">
  <img title="Schwingung der A-Saite (1. Oberton)" src="../data/pix/pages/A-Saite-Oberton1.gif" alt="A-Saite-Oberton1.gif" />
  <p>der erste Oberton (= 2. Teilton) schwingt auf den Hälften der Saite</p>
</div>

<p class="standard">
Diese Obertonschwingungen besitzen genau wie die Grundtonschwingung
einen Schwingungsbauch und Schwingungsknotenpunkte.
Das kannst du nutzen, um sie herauszulösen und hörbar zu machen.
</p>
<p class="standard">
Dazu legst du einen Finger der Greifhand 
ganz leicht genau auf einen der Knotenpunkte (farbige Dreiecke).
Dann schlägst du kräftig die Saite an (am besten in der Nähe des 
<a href="Aufbau.xml" title="gehe zu: &#010;Gitarre » Aufbau">Stegs</a>).
Der Grundton kann jetzt zwar nicht mehr klingen,
aber der Teilton der zu dem Knotenpunkt gehört, ist nicht beeinträchtigt, 
und er erklingt als Flageoletteton.
</p>
<div class="img-container">
  <img height="110" title="Schwingung der A-Saite (2. Oberton)" src="../data/pix/pages/A-Saite-Oberton2.gif" alt="A-Saite-Oberton2.gif" />
  <p>der zweite Oberton (1/3 der Saite) hat 4 Knotenpunkte</p>
</div>


<div class="img-container">
  <img height="110" title="Schwingung der A-Saite (3. Oberton)" src="../data/pix/pages/A-Saite-Oberton3.gif" alt="A-Saite-Oberton1.gif" />
  <p>der erste und der dritte Oberton teilen sich einen Knotenpunkt</p>
</div>

<p class="standard">
Für den dritten Oberton (1/4 der Saite) kannst du nur zwei der drei Knotenpunkte nehmen.
Der mittlere der drei ist nämlich schon für den ersten Oberton vergeben.
</p>
<p class="standard">
Die Knotenpunkte des ersten bis vierten Obertones
sind bei vielen Gitarren auf dem 
<a href="Aufbau.xml" title="gehe zu: &#010;Gitarre » Aufbau">Griffbrett</a> markiert.
</p>
<table class="tabelleZwei">
 <thead>
  <tr>
   <th>Flageolettes</th><th>Markierung im Bund</th>
  </tr>
 </thead>
 <tbody>
  <tr><td>erster Oberton (r8 über dem Grundton)</td>  <td>XII. Bund</td></tr>
  <tr><td>zweiter Oberton (r8+r5 über dem Grundton)</td> <td>VII. Bund</td></tr>
  <tr><td>dritter Oberton (r8+r8 über dem Grundton)</td> <td>V. Bund</td></tr>
  <tr><td>vierter Oberton (r8+r8+g3 über dem Grundton)</td> <td>IX. Bund</td></tr>
 </tbody>
</table>

<p class="standard">
Da die Teiltöne mit zunehmender Höhe immer leiser werden,
benutzen die Gitarristen meistens nur den ersten bis vierten Oberton.
</p>
<div class="gehezuTop"><a href="#Anfang" title="gehe zum Anfang ">Anfang</a></div><hr/>


<h3 id="artificialHarmonics">künstliche Flageolettes (artificial harmonics)</h3>
<p class="standard">
Darüber hinaus kannst du Flageolettes gleichfalls auf einer <b>gegriffenen Saite</b> erzeugen.
Diese Töne heißen <b>künstliche Flageolettes</b>.
</p>
<p class="standard">
Für diese künstlichen Flageolettes hast du keine Orientierungshilfen auf Deinem Instrument.
Durch Spielerfahrung kannst du Dir die Stellen jedoch ganz gut merken.
</p>
<p class="standard">
Künstliche Flageolettes sind nicht ganz einfach zu spielen.
Das Problem ist, dass die Greifhand, 
die du sonst für das Berühren des Knotenpunktes nimmst, 
schon mit Greifen beschäftigt ist.
Es bleibt nur die Spielhand, welche normalerweise die Saite zum Schwingen bringt.
</p>
<p class="standard">
Eine mögliche Technik ist, den gestreckten Zeigefinger der Spielhand auf den Knotenpunkt zu legen,
und die Saite mit dem Daumen oder einem verbleibenden Finger anzureißen.
</p>
<p class="standard">
</p>
<div class="gehezuTop"><a href="#Anfang" title="gehe zum Anfang ">Anfang</a></div><br/>

</html>
</page>
